Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach

Sonderausstellung: Zwischen Erfolg und Verfolgung

Plakat: Jüdische Stars im deutschen Sport

Zwischen Erfolg und Verfolgung - Ausstellung entlang des Rotteckrings (Höhe Volkshochschule), 17.6. - 14.7.2022

www.juedische-sportstars.de - Online-Ausstellung zur jüdischen Geschichte des deutschen Sports

Eröffnung am Sonntag, 19. Juni 2022, um 11 Uhr

Grußworte
Thomas Schmidt
Präsident des Südbadischen Fußballverbandes

Julia Wolrab
Wissenschaftliche Leitung
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
der Städtischen Museen Freiburg

Nikita Karavaev
Israelitische Gemeinde Freiburg und
Makkabi Freiburg

Einführung in die Ausstellung
Dr. Berno Bahro
Kurator der Ausstellung und Vorstand
des Zentrums deutsche Sportgeschichte e.V.

Die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ würdigt mit Hilfe großformatiger skulpturaler Präsentationen den bedeutenden Anteil jüdischer Athletinnen und Athleten an der Entwicklung des modernen Sports in Deutschland. Als Nationalspieler, Welt- oder Europameisterinnen und -meister, als Olympiasiegerinnen und -sieger oder Rekordhalterinnen und -halter zählten sie zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit. Aus antisemitischem Hass wurden sie im NS-Staat ausgegrenzt, entrechtet, zur Flucht gedrängt oder ermordet. Vorgestellt werden die Biografien des Fußballpioniers Walther Bensemann, der zehnfachen Deutschen Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch, des Fußballnationalspielers Julius Hirsch, des israelischen, später deutschen Basketball-Nationaltrainers Ralph Klein, der Fechtolympiasiegerin Helene Mayer, des Schachweltmeisters Emanuel Lasker, des Meisterboxers Erich Seelig, der Deutschen Tennismeisterin Nelly Neppach, der Deutschen Speerwurfmeisterin Martha Jacob, der Leichtathletin Gretel Bergmann, der Turnolympiasieger Alfred und Gustav Felix Flatow, der Europameister im Gewichtheben beziehungsweise im Ringen Julius und Hermann Baruch, des Eishockeyspielers Rudi Ball und des deutschen Fußballnationalspielers Gottfried Fuchs. Die Ausstellung stellt mit der Schwimmerin Sarah Poewe auch eine wichtige Verbindung zur Gegenwart her. Als erste jüdische Athletin nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewann sie 2004 in Athen eine olympische Medaille für Deutschland.

Eine Ausstellung des Zentrums deutsche Sportgeschichte e. V. und der Universitäten Potsdam und Hannover in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus der Städtischen Museen Freiburg, der Israelitischen Gemeinde Freiburg und dem Sport-Club Freiburg e.V.

Gefördert wird die Wanderausstellung durch die DFB-Kulturstiftung und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Die aus Anlass der European Maccabi Games 2015 in Berlin erstmals gezeigte Ausstellung wurde zudem durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und die Deutsche Bahn Stiftung gefördert.

(Erstellt am 03. Juni 2022)